Gesellschaftstanz - nicht nur für Spießer!
Ob nun Langsamer Walzer, Discofox, Tango oder Cha-Cha-Cha - Gesellschaftstanz wird unter den Erwachsenen und auch den Jugendlichen immer beliebter.
Wie der Name schon sagt, tanzt man Gesellschaftstanz in Gesellschaft. Gesellschaftstänze werden in der Regel von Paaren auf entsprechenden öffentlichen Veranstaltungen getanzt, können aber auch bei privaten Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen für Eindruck sorgen.
Beim Gesellschaftstanz unterscheidet man zwischen lateinamerikanischen Tänzen und Standardtänzen. Unter die lateinamerikanischen Tänze fallen der Samba, der Cha-Cha-Cha, die Rumba, der Paso Doble und der Jive. Diese Tänze ähneln sich sehr stark in der Tanztechnik. Bei diesen Tänzen stehen die Tanzpartner eher weit auseinander - im Gegensatz zu den Standardtänzen, bei denen die Partner eng beieinanderstehen. Weitere Eigenschaften der lateinamerikanischen Tänze sind die deutlichen Hüftbewegungen sowie schnelle Drehungen und Wendungen.
Der Standardtanz umfasst den Langsamen Walzer, den Tango, den Wiener Walzer, den Slowfox, den Foxtrott und zuletzt den Quickstep. Da die Standardtänze eher fließende Bewegungen aufweisen, werden diese auch als Schwungtänze bezeichnet. Wie schon erwähnt, tanzen bei Standardtänzen die Tanzpartner eher eng zusammen und eine Unterbrechung dieser Nähe ist eher seltener. Die Tanzhaltung bei solchen Tänzen ist eher geschlossen. Das bedeutet: Der Mann legt seine rechte Hand unter das linke Schulterblatt der Frau, welche ihre linke Hand auf den Oberarm des Mannes positioniert. Die rechte Hand der Frau wird von der linken Hand des Mannes umfasst und in der Luft gehalten.
Beide Tanzrichtungen - sowohl die Standardtänze als auch die lateinamerikanischen Tänze - können auch als professioneller Tanzsport ausgeführt werden. Da der Tanzsport konkurrierend ausgeführt wird, nennt man ihn auch Turniertanz.
Mehrere Paare aus verschiedenen Altersgruppen und Leistungsklassen treten also gegeneinander im Wettkampf an. Es werden bei beiden Tanzrichtungen alle fünf bzw. sechs Tänze nacheinander getanzt. Anschließend beurteilen die Wertungsrichter die Vorführungen nach verschiedenen Kriterien und vergeben entsprechend Punkte. Ablauf und Form können je nach Turnier unterschiedlich ausfallen.
Die Betreuung des Tanzsports unterliegt in Deutschland dem Deutschen Tanzsportverband e.V. (Abkürzung DTV). Im Großen und Ganzen ist Gesellschaftstanz eine lohnende Zeitinvestition, die nicht nur spannend und beeindruckend ist, sondern auch Unmengen an Freude bereitet.