Das Hämorrhoiden Veröden - eine sanfte Methode
Hämorrhoiden sind lästig und schmerzhaft. Viele Menschen sind davon betroffen und suchen nach Alternativen zum operativen Eingriff. Die Verödung ist eine wirksame Methode im Kampf gegen das Leiden.
Hämorrhoiden gehören zwar nicht zu den bösartigen Erkrankungen, können aber trotzdem sehr lästig und schmerzhaft sein. Selbst ganz alltägliche Dinge wie Laufen, Sitzen oder Radfahren werden zur Qual. Deshalb möchte sie jeder, der sie hat, schnellstens wieder loswerden. Eine sehr wirksame Methode ist das Veröden oder die Sklerotherapie. Nachdem der Arzt durch Betrachten und Abtasten des Afters Hämorrhoiden diagnostiziert hat, wird vor der eigentlichen Behandlung noch eine Rektoskopie erforderlich, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Nun wird mithilfe eines Proktoskops und einer Injektionsnadel eine spezielle Lösung in den Hämorrhoidenknoten gespritzt. Man bezeichnet diese Vorgehensweise auch als Sklerosierung. Das Mittel bewirkt einen kontrollierten Entzündungsvorgang, der den Blutfluss zu den Hämorrhoiden drastisch vermindert. Diese Behandlung bewirkt ein Schrumpfen und Absterben des Gewebes. Das mag zwar für den einen oder anderen zunächst unheimlich klingen, ist aber in Wirklichkeit einfach und absolut schmerzfrei. Nur sehr selten treten in Folge der Behandlung Komplikationen wie Blutungen oder allergische Reaktionen auf. Nach der Behandlung müssen keine speziellen Hinweise beachtet werden.
Das Hämorrhoiden Veröden darf allerdings nur bei Betroffenen mit einem ansonsten intakten Darm angewendet werden. Wer zusätzlich noch eine andere Darmerkrankung wie etwa Morbus Crohn hat, sollte von dieser Behandlung Abstand nehmen. Hier können andere, sinn- und wirkungsvolle Therapiemaßnahmen angewandt werden. Grundsätzlich wird bei der Verödung nicht der gesamte Schwellkörper behandelt, da Darminhalt und Stuhlgang noch kontrollierbar sein müssen. Das ist auch der Grund, warum es unter Umständen zu Rückfällen und damit zur Hämorrhoidenneubildung kommen kann. In diesem Fall wird eine erneute Behandlung notwendig.
Um eine Neubildung möglichst zu vermeiden, ist es empfehlenswert, seine Ernährung auf faserreiche Kost umzustellen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, eventuell vorhandenes Übergewicht abzubauen und den Körper regelmäßig durch Bewegung fit zu halten. Bei Verstopfungen ist das Einnehmen von Abführmedikamenten sinnvoll. Fest steht grundsätzlich, der Darm ist das größte und vielseitigste Ökosystem im menschlichen Körper und kann durch Funktionsstörungen und verschiedene Erkrankungen dauer- und ernsthaften Schaden nehmen. Dadurch wird auch die Lebensqualität nachhaltig beeinflusst.